Mein Hund ist teilweise ein Schaf.............

......also zumindest was das Grasfressen anbelangt ;-)

Besonders jetzt im Frühling, wenn das erste zarte Grün sprießt fressen unsere Hunde gerne Gras. Das sollten sie auch dürfen! In erster Linie werden von den Hunden Süßgräser, hier vor allem Quecken gefressen. Diese Gräser haben einen hohen Anteil an Eiweiß, Zucker, Vitamin C sowie ätherische Öle, Inulin und Kieselsäure. Sie sind somit äußerst gesund. Weiters wirken sie sich positiv auf die Harnwege aus und haben blutreinigende Wirkung, regen den Stoffwechsel an und helfen den Kreislauf in Schwung zu bringen. Also eine Frühjahrs-Enschlackungskur par excellence. Unsere Vierbeiner wissen schon was sie tun – nämlich nicht nur unsere Haushunde, sondern auch Wölfe fressen Gras. Die Gräser enthalten Folsäure und Bitterstoffe, weiters Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe und werden so von den Hunden als natürliche Nahrungsergänzung gefressen. Auch bei leichter Übelkeit, Magenverstimmung und Blähungen führen die Hunde mit den Gräsern eine Selbstmedikation durch.

 

Hunde fressen Gras auch um absichtlich Erbrechen herbeizuführen, nämlich dann wenn ihnen übel ist, vor allem aber auch zur Reinigung des Magen-Darm-Traktes (häufiges Gras fressen kann auf Parasiten/Würmer hindeuten) aber auch zur Reinigung des Rachenraumes (wenn z.B. Fremdkörper oder Haare im Hals stecken geblieben sind).

 

Wenn das Gras fressen überhand nimmt, kann es auch psychologische Ursachen – wie z.B. Stress, Langeweile oder Ersatzhandlungen haben. Das kann man als Hundebesitzer aber durch Beobachtung gut herausfinden. Als mein Hund noch klein war, hat er – wenn ich nach seinem Dafürhalten schon zuuuuuu lange im Gartenbeet gewühlt habe anstatt mich um ihn und seinen Ball zu kümmern, angefangen Gras zu fressen und sich zu übergeben (ja, nämlich spätestens da hatte man die volle Aufmerksamkeit von Frauchen). Als ich dann anfing, ihm bei der Gartenarbeit den Ball bringen zu lassen und ihn für ihn warf, wurde auch kein Gras mehr gefressen.

 

Man sollte jedenfalls seinen Hund genau beobachten, wie und wie häufig er Gras frisst. Knabbert er nur gelegentlich, frisst er, damit er sich übergeben kann und das nur einmal (weil ein Haar im Hals stecken blieb) oder wird er zum Rasenmäher und erbricht sich immer wieder, ist Blut im Stuhl oder Erbrochenen, frisst er nicht mehr oder hat Fieber – dann sollte man sehr rasch den Tierarzt aufsuchen!!

 

Noch etwas – manchmal verlassen die Grashalme als ganzes den Hund wieder – und zwar auf der Rückseite, dann kann es schon passieren, dass da noch der Grashalm hinten raus hängt und der Hund trotz feeeeestem drücken diesen nicht los wird. Keinesfalls schnell und mit Gewalt raus ziehen – die Halme der Quecke haben sehr scharfe Kanten und man kann den Hund im Darm und Afterbereich Schnitte zufügen!!! Wenn man nachhilft bitte ganz langsam und vorsichtig!

 

Und bitte immer darauf achten WO der Hund das Gras frisst, bitte nicht an überdüngten und mit Pestiziden behandelten Ackerrändern oder am Hundeklo der Stadt. Oder wie wär's mit einem Topf Hundegras??

 

 

 

 

Steckbrief Quecke (Elymus):

 

Inhaltsstoffe: Eiweiß, Zucker, Vitamin C, Karotin, Schleimstoffe, Kieselsäure, ätherische Öle, Inulin, Saponine, Bitterstoffe, Folsäure

 

Wirkung: (hauptsächlich die Wurzel als Tee, Fertigarzneimittel) bei Entzündungen der Harnwege, Nierengrieß, Blutreinigung, entzündungshemmend bei Entzündungen der Magenschleimhäute und des Darms, harntreibend, regt den Stoffwechsel an, bei Kreislaufstörungen.

 

Auch wir Menschen können die Quecke essen: der Geschmack ist süßlich (Süßgras), die Wurzeln kann man solange das Gras nicht wächst trocknen, zu Mehl verarbeiten und mit Getreidemehl mischen, frische Halme können als Salat oder Suppe, auch als Sirup verwendet werden.

 

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