Die Ringelblume

Hallo meine Lieben!
Aus privaten Gründen ist jetzt mein Blog mal für ein paar Monate ausgefallen, aber jetzt geht’s wieder los....
Diesen Monat möchte ich euch ein ganz wunderbares Blümchen vorstellen – die Ringelblume, eigentlich altbekannt und immer schon in den Bauerngärten zu finden. Diesmal erzähle ich euch aber auch noch, was sie für unsere vierbeinigen Lieblinge alles kann.
Calendula officinalis findet nicht nur als Wundheilmittel äußerliche Anwendung – wobei sie hier nahezu unschlagbar ist (Näheres dann weiter unten), sondern hat auch innerlich tolle Wirkungen. Hier wird aus der getrockneten Ringelblume Tee gemacht und dem Hund mit Honig zusätzlich zum Trinken angeboten. Bei Magen- und Darmbeschwerden, das heißt wenn der Hund erbricht oder auch bei Durchfall hat die Ringelblume beruhigende Wirkung und lindert die Übelkeit. Auch bei Magengeschwüren findet Ringelblumentee Anwendung, dieser wirkt reizlindernd und schmerzstillend und hat eine viel bessere beruhigende Wirkung als z.B. Kamille. Bei Fütterung mit Trockenfutter bekommen manche Hunde Probleme mit der Leber oder auch mit der Galle, hier wirkt Ringelblumentee beruhigend und stärkend.
Die Ringelblume enthält einen phytoöstrogenenPflanzenstoff, welchen die Pflanze als Mittel bei Problemen bei der Läufigkeit einer Hündin zum Einsatz bringt. Fällt die Blutung zu stark aus kann mit Ringelblumentee Abhilfe geschaffen werden. Bei einer Schwellung der Zitzen bei Scheinträchtigkeit oder auch wenn eine Hundemama ihre Babys säugt, kann die Ringelblume sowohl innerlich als auch äußerlich eingesetzt werden.
Die herausragendste Wirkung der Ringelblume besteht jedoch in ihrer Eigenschaft der Wundheilung. Hier wird sie bei Wunden aller Art – besonders jedoch bei welchen, die schon eitrig sind, bei leichten Verbrennungen, bei Quetschungen, nach Insektenstichen, bei rissiger und gereizter Haut, auch bei Entzündungen der Schleimhäute (besonders im Mund- und Rachenraum), weiters bei Geschwüren und Abszessen und vor allem auch bei älteren Hunden bei Liegestellen an den Ellbögen oder Knien, eingesetzt. Also wenn sich euer Hund mal wehgetan hat, dann könnt ihr ihn mit der Ringelblume bei der Wundheilung sehr gut unterstützen.
Hat man die Ringelblume selbst im Garten, schneidet man die Blüten gleich nach dem Aufblühen, zupft die Blätter ab und trocknet diese – das hat auch den schönen Nebeneffekt, dass die Ringelblume umso mehr blüht, je mehr man sie schneidet. Getrocknete Ringelblumenblätter bekommt man in jeder Apotheke. Natürlich kann man die Salbe auch in der Apotheke kaufen, aber alles Selbstgemachte hat schon was für sich.
Ich verwende beim Hund lieber nur das Ringelblumenöl, als die Salbe, weil dann nicht so viele Rückstände im Fell bleiben. Ringelblumenöl stellt ihr am besten mit den Droge (d.h. mit der getrockneten Blüte) und einem Warmauszug her, da das Öl bei Verwendung der frischen Blüten fast immer anfängt zu schimmeln. Dazu füllt ihr ein gut verschließbares Schraubglas zu ¾ mit getrockneten Blütenblättern, erwärmt das Öl auf ca. 50-60 Grad und füllt das Glas. Das Glas ein paarmal hin- und herdrehen, damit die Luftblasen aus dem Öl aufsteigen können, dann noch warm fest verschließen. Ihr könnt das Öl anschließend auch noch für einige Stunden bei 50 Grad in den Backofen stellen. Nach dem Abkühlen für mindestens 6-7 Wochen an einem hellen und warmen Ort stehen lassen (keine direkte Sonne!) und dann durch einen Kaffeefilter abseihen, in dunkle Flaschen abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren. Als Öl eignet sich Olivenöl sehr gut, da es grundsätzlich haltbarer ist und auch nicht so leicht zu schimmeln anfängt, ihr könnt aber auch Jojobaöl oder Mandelöl verwenden.
Sollte jemand doch lieber Salbe verwenden, dann einfach in 100 ml. Ringelblumenöl 10 g Bienenwachs (bekommt man auch in der Apotheke oder in Naturkosmetikläden) zum Schmelzen bringen, einrühren, in kleine Tiegel füllen und abkühlen lassen.
Kleiner Steckbrief: Calendula officinalis stammt ursprünglich aus Nordafrika, die Pflanze gehört zu den Korbblütlern und ist einjährig. Sie lässt sich durch die krallenförmigen Samen jedoch leicht vermehren. Inhaltsstoffe: Allantoin, Bitterstoffe (Calendulin), Flavonoide, Saponine und sekundäre Pflanzenstoffe wie Xanthophylle, Phytoöstrogen (Sterin).
Wirkung: entzündungshemmend, zusammenziehend, antibakteriell, antiviral und antifungiastisch, stark wundheilend, hilft neue Zellen zu bilden und erhöht die lokale Durchblutung. Durch die Schleimstoffe wirkt sie beruhigend und schmerzlindernd.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0