Pfefferminze

Eine Pflanze für die „Hundstage“ !
Im Sommer wenn die Hitze brütet sind unsere Lieblinge besonders arm. Sie müssen ihren dicken Fellmantel auch bei über 30 Grad noch tragen, können nicht schwitzen und leiden besonders bei hohen Temperaturen.
Aber auch hierfür ist ein Kraut gewachsen!
Die Pfefferminze (Mentha piperita)
In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird sie als kühlendes Kraut eingesetzt. Das enthaltene ätherische Öl – Menthol wirkt stark kühlend und das sowohl innerlich als auch äußerlich. Also lasst eure Hunde an besonders heißen Tagen lauwarmen Pfefferminz-Tee trinken! Oder womit ihr ihnen wahrscheinlich eine noch größere Freude bereitet – mischt Minze (getrocknet oder frisch) in Joghurt, denn auch dieses hat stark kühlende Wirkung! Wenn es besonders heiß ist, dann könnt ihr auch ein Handtuch mit kaltem Wasser, dem ihr Pfefferminz-Tee beimischt tränken und dem Hund auflegen.........er wird es euch danken!!!
Aber nicht nur das – mit Pfefferminze könnt ihr euren Lieblingen auch anderwärtig Gutes tun. Tee hilft zum Beispiel bei Reisekrankheit – wird einem Hund beim Autofahren übel, könnt ihr ihm vorher Tee zum Trinken geben und während der Autofahrt immer wieder mal löffelweise.
Grundsätzlich wirkt sich Pfefferminze auf die Verdauung positiv aus, sie wirkt bei Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen, bei Magenverstimmungen, Blähungen und auch bei Nierenschwäche. Auch bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum ist sie hilfreich und vor allem - wenn euer Hund Mundgeruch hat!!
Auch äußerlich kann das Kraut sehr viel – Umschläge aus Pfefferminz-Tee helfen bei Juckreiz, Verspannungen, Neuralgien, rheumatischen Beschwerden, Hexenschuss und Muskelschmerzen.
Flöhe & Co mögen keine Minze – getrocknet in ein kleines Säckchen genäht kann man dieses ins Hundebett legen oder dem Hund auch ans Halsband hängen. Gemischt mit Lavendel hält dies Ungeziefer fern.
Die Pfefferminze gehört zur Gattung der Lippenblüter, stammt ursprünglich aus Ostasien und ist mittlerweile weltweit verbreitet. Sie wächst wild und wuchert auch im Garten. Hier ein kleiner Tipp: wenn man die Minze samt den Töpfen eingräbt, kann man den Wildwuchs ein wenig bremsen oder sonst mit dem Rasenmäher darüberfahren . Die Blüten locken viele Insekten - vor allem Wildbienen weiden an der Minze besonders gern.
Den Tee bekommt man in Apotheken und Reformhäusern in offener Form und handelt es sich hier meist um hochwertigere Drogen (getrocknete Kräuter) als die fertigen Teesackerl. Die Dosierung gestaltet sich ebenfalls einfacher. Frische Minze bekommt man in Gartenmärkten oder auch teilweise im Lebensmittelhandel als Topfware (bitte auf Bio achten!!)
An Inhaltsstoffen hat die Minze ätherische Öle (Menthol), Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Enzyme, Valeriansäure und wirkt antiseptisch, antibakteriell, beruhigend, entzündungshemmend, keimtötend, krampflösend, schmerzstillend und beruhigend.
Als Tee für Hunde 4-5 frische Blätter oder ein gestrichener Teelöffel der getrockneten Minze mit ½ l Wasser überbrühen und 8-10 min ziehen lassen. Wenn ihr den Tee äußerlich anwendet, könnt ihr ihn auch stärker machen.
Das frische oder auch getrocknete Kraut kann ins Futter gemischt werden, hier Tagesdosierung wie beim Tee (4-5 frische Blätter oder ein gestrichener Teelöffel).
Den Tee nur bei Bedarf innerlich geben, nicht über einen längeren Zeitraum durchgehend und auch nicht überdosieren! Pfefferminze wirkt sich auf die Magensäure aus und kann bei Überdosierung zur Störung der Verdauung führen!
Also ab und zu ein Schlückchen Pfefferminz-Tee oder wie gesagt Pfefferminze im Joghurt und euer Hund wird der Coolste des Sommers!!!

 

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