Vogelmiere - das grünste Grün auch im Novembernebel



 

Im grauen, nasskalten November Husten und Schnupfen………ja das gibt’s auch bei unseren Hunden! Bei einer kleinen Erkältung oder auch vorbeugend kann da natürlich auch wieder mal ein Kraut helfen.

 

Jetzt wird’s zwar schon etwas schwierig mit frischem Grünzeug im Garten. Aber wenn nicht gerade Schnee liegt, gibt es eines, das das ganze Jahr im frischen Grün steht. Die Vogelmiere oder auch „Hea-Darm“ (Hühnerdarm) wie er bei uns im Mühlviertel heißt. Bei Gärtnern ein viel-bejammertes Beikraut, bei Feinspitzen ein viel gelobtes Wildgemüse – aber was kann sie für Hunde?

 

Besser noch wie Lungenkraut hat sie eine sehr positive Wirkung auf die Lunge. Bei Husten, Bronchitis und sonstigen Lungenleiden hilft das kleine Pflänzchen wie sonst nichts. Aber das ist noch nicht alles. Äußerlich wird sei bei Ekzemen, Juckreiz, Geschwüren, schlecht heilenden Wunden und kleinen Verletzungeingesetzt. Weiters wirkt sie blutreinigend, blutstillend und harntreibend, regt das Verdauungssystem und den Stoffwechsel an.

 

Innerlich wird die Vogelmiere als frische Pflanze oder getrocknet als Tee verwendet. Äußerlich kommt der Tee in Form von Umschlägen oder als Breiumschlag zur Anwendungen. Das frische Kraut zerkleinert in das Hundefutter gemischt schmeckt auch – denn die Blätter der Vogelmiere haben einen Geschmack wie Zuckermais.

 

Und noch ein kleiner Tipp zum Schluss – Vogelmiere verliert auch beim Erhitzen die Farbe nicht. Wird das frische Kraut püriert ergibt das eine wunderschöne natürliche grüne Lebensmittelfarbe. Wie wär’s mit selbst gebackenen grünen und roten Hundeleckerlis für Weihnachten??

 

Für die Grünen:

 

1 Apfel gerieben, 2 Hände voll Vogelmiere püriert, 150 g Mehl, 75 g Haferflocken, 1 EL Kernöl, 40 ml. Wasser

 

Für die Roten:

 

90 g gekochte Rannen (Rote Rüben) – gerieben, 150 g Mehl, 75 g Haferflocken, 1 EL Sonnenblumenöl, 40 ml. Wasser

 

Jeweils die Zutaten gut verkneten, den Teig ausrollen, kleine Kekse ausstechen und bei 180°C ca. 30-35 min backen.

 

Wär‘ doch ein nettes Geschenk für die Hundefreunde unterm Christbaum J

 

Steckbrief:

 

(Stellaria media); Vogelmiere gehört zur Gattung der Mieren-Gewächse und den Nelkengewächsen. Sie ist weltweit verbreitet und überlebt sogar Frost. Sie wächst bevorzugt auf freien Ackerflächen und nährstoffreichen Böden.

 

Inhaltsstoffe: Vitamine, Saponine, Schleimstoffe, Cumarin, Oxalsäure, Flavonoide, Zink, ätherische Öle.

 

Anwendung: Lungenleiden, Bronchitis, Husten, schleimlösend, entzündungshemmend, bei Hautreizungen jeder Art (Schuppenflechte, Pickel, Entzündungen, Abszesse, schlecht heilende Verletzungen), bei Verstopfung, Rheuma und Gicht, sowie bei Müdigkeit.

 

Verwendet wird die frische Pflanze als Wildgemüse oder Breiumschlag und getrocknet als Tee.

 



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