Wunderblume Kapuzinerkresse



 

Jetzt ist er ja so richtig da -  der Winter und die "Grippewelle". Unsere vierbeinigen Hunde- Lieblinge sind uns so ähnlich, dass wir sie damit durchaus anstecken können. Viren, Bakterien und auch andere Erreger können vom Menschen auf den Hund übertragen werden. Was also tun, wenn es unsere Hunde "erwischt"?

 

 

Dazu verlasse ich Heute mal das Gebiet der heimischen Wildkräuter und erlaube mir einen Ausflug in die Welt der Gartenpflanzen. Auch ein bisschen deshalb, weil die Blüten schon große Lust auf den Sommer machen!

 

Die Kapuzinerkresse -  ein Wunderding der Phytotherapie. In einem Buch las ich "Penicillinersatz mit Breitbandwirkung" J. Sie hat antibakterielle, antivirale, antifungizide und vor allem antibiotische Wirkung. Hilft gegen Strepto- und Staphylococcen sowie Salmonellen. Sie wirkt zwar schwächer als Penicillin, löst jedoch keine Nebenwirkungen (Darmflora) und Allergien aus. Auch wird ihr krebshemmende Wirkung nachgesagt. Kapuzinerkressetinktur gehört in jede Hausapotheke!

 

Das enthaltene Senfölglykosid wird über die Nieren und die Schleimhäute der Atemwege ausgeschieden und hilft dabei gegen eitrige Entzündungen (z.B. Mandeln, Nebenhöhlen, Nase), da sie Verstopfungen dünnflüssiger werden lässt.

 

Innerlich wirkt sie Wunder bei Erkältungskrankheiten, Infekten der Luft- und Harnwege. Durch den Hohen Vitamin-C Gehalt stärkt sie das Immunsystem. Äußerlich werden die frischen Blätter und Blüten (zerrieben) oder als frischer Press-Saft bei schlecht heilenden, entzündeten Wunden eingesetzt. Die Wunden heilen besser und das Gewebe regeneriert sich schneller.

 

Steckbrief:

 

Kapuzinerkresse: Tropaeolum majus

 

 

Inhaltsstoffe: Senfölglykoside (Benzylsenföl), Vitamin C und B, Karotinoide, Flavonoide und Mineralien: Eisen, Schwefel, Kalium, Magnesium und Phosphor.

 

 

Stammt ursprünglich aus Süd-und Mittelamerika und wurde bereits von den Inkas als Wund- und Schmerzmittel verwendet. Bei uns als Garten- und Zierpflanze üblich. Einjährige Pflanze, die sich leicht anbauen lässt. Auf Grund ihrer Herkunft ist sie jedoch stark frostempfindlich. Bitte erst nach den Eismännern ins Freiland.

 

 

Verwendung finden alle oberirdischen Teile, die Blätter, die Blüten und auch die Samen.

 

Als Tinktur, Presssaft oder das frische Grün. Zum Trocknen ist die Kapuzinerkresse nicht geeignet, da der Hauptwirkstoff des Senfölglykosids stark flüchtig ist und beim Trocknen nicht erhalten bleibt.

 

 

Euren Hunden könnt ihr Fertigpräparate (bitte Dosierung genau beachten) und auch Tinktur verabreichen. Die Tinktur enthält zwar Alkohol, da jedoch nur über einen kurzen Zeitraum ein paar Tropfen verabreicht werden, schadet das dem Hund nicht. Zur Saison könnt ihr immer mal wieder ein Blatt oder eine Blüte ins Futter mischen.

 

 

TCM: hat warme Wirkung und leitet Wind-Kälte-Feuchtigkeitsstagnationen aus; bei allgemeiner Schwäche.

 

 

Und wieder was kulinarisches für Herrli und Frauli zum Schluss: die Blätter schmecken köstlich scharf in Aufstrichen, die Blüten sind eine wunderschön anzusehende Dekoration für Salate und Speisen und damit man das ganze Jahr etwas hat: die noch grünen Samen werden über Nacht in Salz gelegt und anschließend in Öl eingelegt. Absolut genialer Kapern-Ersatz!

 

 

 



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