Das Pippi Langstrumpf Kraut



Drei mal drei macht sechs, widewidewitt und drei macht neune…….

 

Das fällt mir immer ein, wenn ich daran denke, wie es mir gelingt, die Pflanze keinesfalls zu verwechseln……..

 

Die Blattform ist in drei mal drei Blätter aufgeteilt, der Stängel ist dreikantig - und schon kann man ihn nicht mehr verwechseln.

 

 

Bei ordentlichen Gärtnern als das "schlimmste" Unkraut gefürchtet, da er sich - einmal in einem Beet eingenistet - so gut wie überhaupt nicht mehr aufhalten lässt.

 

 

Bei Wildgemüse-Fans und Unkraut-Essern hoch gelobt und sehr geliebt.

 

 

Was kann er nun für unsere vierbeinigen Lieblinge? Im Frühling immer wieder mal ins Futter gemischt, hilft er den Hund zu entgiften, Übersäuerungen im Körper abzubauen und somit das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

 

Einsatz findet er ebenfalls bei Durchfall und bei Blasenentzündung. Durch den sehr hohen Vitamin-C Gehalt wirkt er im zeitigen Frühjahr Erkältungen entgegen.

 

Und seine ganze Kraft zeigt er bei allen rheumatischen Erkrankungen, Rheuma, Arthrose, Gicht (beim Menschen).

 

Unser mittlerweile doch schon älterer Herr (Mr. Vertigo ist ja jetzt schon stattliche 11 Jahre alt) bekam im Winter an den linken Zehengelenken ganz schlimm Arthrose und konnte ohne Tabletten teils nicht mehr gut laufen. Seit der Giersch in meinem Garten sprießt bekommt er jeden zweiten Tag eine Hand voll Brennnessel und Giersch ins Futter und es geht im erkennbar besser J.

 

Geerntet werden die jungen Blätter (siehe Fotos), die Ernte kann man auf das ganze Jahr ausdehnen, wenn man den Giersch immer wieder "mäht". Die großen dunkelgrünen Blätter im Sommer sollte man nicht mehr verfüttern, da diese dann einen zu hohen Anteil an Oxalsäure haben. Was jedoch von den großen Blättern noch sehr gut verwendet werden kann, sind die Stängel. Diese geschält schmecken wie Stangensellerie und Mr. Vertigo liebt das!

 

Am besten verfüttert ihr die frischen Blätter ganz klein geschnitten. Wenn ihr Brennnessel dazu gebt, dann mit dem Pürierstab, mit etwas Wasser einen Smoothie machen und zum Futter geben.

 

Und……..esst ihn auch selber!! Eines meiner absolut liebsten Wildgemüse!!

 

Der Giersch ist eine der 11 Wildblüten-Essenzen der Wüdn' Hund - die Konzentration.

 

Die Essenz wird bei Stimmungsschwankungen und Unkonzentriertheit eingesetzt. Indikationen: der Hund ist in einem Moment überdreht und im nächsten zurückgezogen, er begeistert sich zwar schnell (z.B. für ein Spiel) hat aber keine Ausdauer, lässt sich zu leicht ablenken, Sprunghaftigkeit, Wetterfühligkeit, ist unkonzentriert und verletzt sich dadurch leicht, übertriebener Jagdtrieb, übertriebenes betteln und stehlen. Der Giersch fördert die Selbstbeherrschung und verhilft zur Konzentration. Der Hund lässt sich nicht mehr so leicht ablenken und kann sich länger auf eine Sache einlassen.

 

 

 

Steckbrief:

 

Aegopodium podagraria (podagraria ist die Gicht), Erdholler, Dreiblatt, Zipperleinskraut

 

Botanik: Der Giersch gehört zur Familie der Doldenblütler

 

Es handelt sich um eine ausdauernde krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von 30-100 cm. Der Giersch bildet wuchernde Rhizome (Wurzelausläufer) mit denen er sich stark vermehrt. Die Stängel sind glatt und kantig (Verwechslungsmerkmal – der „dreieckige Stängel“ !). Die gefiederten Blätter bilden immer eine Dreier-Ordnung ( drei mal drei). Die Blüten sind in Doppeldolden angeordnet und Giersch blüht weiß von Juni bis Juli.

 

Vorkommen: In ganz Europa in gemäßigten Zonen. Teilweise in Eurasien und in Nordamerika als Neophyt (eingeschleppte Pflanze).

 

Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Chlorogensäure, Cumarine, Flavonolglycoside, Harz, Hyperosid, Isoquercitrin, Kaffeesäure, Kalium, Phenolcarbonsäuren, Polyine, Vitamin C, Eisen, Karotin

 

Ernte: Die jungen Blätter und die Stiele das ganze Jahr über, da in milden Wintern die Blätter bleiben (halbwintergrün), die Blüte von Juni – Juli.

 

Verwendung:

 

Pflanzenheilkunde:

 

Innerlich: Gicht, Rheuma, Arthritis, krampflösend, entgiftend und blutreinigend.

 

Kulinarisch:  

 

eines der besten Wildgemüse ! Als Salat, als Spinat, die Stängel als Rohkost (Ersatz für Stangensellerie), Blüten für Sirup und im Ausbackteig.

 




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