Im Wonnemonat Mai......



………sprießt und wächst alles in vollster Üppigkeit. Wenn man jetzt nach draußen geht - und besonders nach dem lang ersehnten Regen glaubt man sich im Dschungel.  Jetzt ist die beste Zeit für zartes Wildgemüse - und das auch für unsere Hunde!

 

In den letzten beiden Wochen bei meinen Kräuterwanderungen "Wildkräuter in der Hundeernährung" stellte ich voller Freude fest, wie interessiert die Hundemama's und Hundepapa's daran sind, ihre Lieblinge gesund zu ernähren und die Kräuter in das Futter einzubauen.

 

Keinesfalls darf bei den Frühlingskräutern die Gundelrebe fehlen! Bei mir ist sie dieses Jahr im Garten förmlich explodiert. Da und dort stand in den letzten Jahren ein Stämmlein, dieses Jahr sah ich nur noch Lila. Im mythologischen und energetischen Bereich steht sie für Neubeginn, abschließen mit dem Alten, loslassen, an nichts festklammern und dem Neuen das kommen will mutig entgegenzutreten. Naja - die Fülle, die ich dieses Jahr im Garten hatte will mich offensichtlich auf meine Blütenessenzen und die Seminare vorbereiten!

 

 

Was kann sie aber jetzt für den Hund?

 

Die Gundelrebe ist eines der Wildkräuter der Gründonnerstagssuppe. Auf Grund der enthaltenen Bitterstoffe wirkt der Gundermann/die Gundelrebe entgiftend und entschlackend, weiters binden sie Schwermetalle im Körper und hilft diese auszuscheiden. Eingesetzt wird er bei Durchfall und Magenerkrankungen. Gerade auf einer meiner Wanderungen erzählte mir eine Teilnehmerin, dass ihre Huskys die unreifen, grünen Früchte eines Strauches fraßen und jetzt alle an Durchfall leiden. Und welcher Hundebesitzer kennt das nicht - so schnell kann man gar nicht schauen - schon wird was gefressen, was dann ganz schnell hinten wieder raus will. Hier hilft ein Tee aus Gundermann, oder auch frisches Grün und Blüten in das Futter gemischt. Weiters wurde die Gundelrebe seit je her als Wurmmittel eingesetzt. Auch hilft sie bei Blutarmut, allergischem Schnupfen und Blasenproblemen.

 

Gunder - bedeutet im Althochdeutschen Eiter. Daher hat die Pflanze ihren Namen. Tee als Umschlag oder innerlich hilft bei allen eitrigen Erkrankungen.

 

Ursprünglich kam das kleine blaue Blümchen, dass in langen Ranken wie Efeu am Boden wächst, aus dem hohen Norden zu uns. Es ist mittlerweile in allen gemäßigten Klimazonen verbreitet und wächst bevorzugt im Schatten.

 

Die ätherischen Öle der Gundelrebe sind stark flüchtig. Wenn man Tee bereitet, dann immer einen Deckel darauf geben, damit diese erhalten bleiben. Da die Inhaltsstoffe der Gundelrebe schwer wasser- aber dafür umso besser fettlöslich sind, wurde die Gundelrebe fast immer in Milch gekocht.

Für den Tee pflückt man das gesamte Kraut während der Blüte und trocknet dieses. Zerkleinern sollte man es erst unmittelbar vor Gebrauch, da so die Inhaltsstoffe am besten erhalten bleiben. 1-2 Tl auf einen 1/4 l Wasser und ca. 6-7 min. ziehen lassen.

Zur Wundheilung kann man auch Gundelrebenöl ansetzten, oder man presst die Gundelrebe fest in ein Glas, lässt dies für einige Tage in der Sonne stehen, so setzt sich das enthaltene Öl am Boden des Glases ab. Dieses abseihen und dunkel und kühl aufbewahren. Auch eine Tinktur lässt sich ansetzten.

 

Steckbrief:

Die Gundelrebe oder der Gundermann (Glechoma hederacea) gehört zur Familie der Lippblüter. Wächst an schattigen Stellen als Bodendecker in ganz Europa. Gesammelt wird das gesamte blühende Kraut.

Wirkung: entzündungshemmend, schleimlösend, Stoffwechsel fördernd, antioxidativ, antibakteriell, krampflösen,

Inhaltsstoffe: Gerbstoff, Bitterstoffe, Fettsäuren, Flavonoide, Kalium, Salze, ätherisches Öle, Saponine,

Noch was für Herrli & Frauli: getrocknete Gundelrebe mit gutem Salz zu gleichen Teilen vermischt ist ein absolut leckeres Gewürzsalz!




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