Eine tritt-mich-Pflanze......



 

 

 

Sommerzeit ist Gelsenzeit und Bienenzeit und ganz besonders schlimm dieses Jahr bei uns, auch die Zeit der Hirschlausfliege.

 

All dies Getier kann beißen und stechen und das brennt und juckt dann ganz entsetzlich. Auch unsere armen Vierbeiner! Ein wirkliches Wundermittel aus der Natur ist da der Spitzwegerich. Als Erste-Hilfe findet man ihn überall, auf Wiesen und auf Wegen. Er bevorzugt verdichteten Boden - darum auch die tritt-mich-Pflanze ;-).

 

Ein Blatt des Spitzwegerichs zwischen den Fingern zerreiben und auf den Stich/Biss reiben. So entstehen keine Schwellungen und der Juckreiz lässt auch gleich nach!

 

Was kann er noch - der Spitzwegerich? Er hat eine sehr stark antibakterielle Wirkung und durch die enthaltene Kieselsäure und Schleimstoffe hilft er sehr gut gegen Husten und Erkältungen. Also auch schon an den Winter denken. Über jetzt angesetzten Spitzwegerich-Honig freuen wir  uns dann in ein paar Monaten! Bei Verstopfung können junge Spitzwegerichblätter zum Futter gegeben werden um die Verdauung wieder anzuregen.

 

 

Steckbrief:

 

Spitzwegerich:  Plantago Lanceolata, Spießkraut, Spitzfederich, Wegetritt;  Arzneipflanze des Jahres 2014 !!

 

 

 

Botanik: Der Spitzwegerich gehört zur Gattung der Wegeriche

 

Es handelt sich um eine ausdauernde krautige Pflanze. Die Blätter stehen in einer Grundrosette und werden 20-40 cm lang, schmallanzettlich, wenig behaart, die Ränder sind meist glatt. Die Wegerich Arten sind die einzigen zweikeimblättrigen Pflanzen, die parallelnervig sind – sie haben 3-7 solcher paralleler Nervenstränge. In der Mitte entspringen die 10 – 40 cm langen Stängel mit kurzen Blütenähren. Diese beginnen von unten nach oben weiß bis rosa zu blühen. Der Breit- und auch der Mittelwegerich haben ähnlich Verwendung, am besten zur Verarbeitung geeignet ist jedoch der Spitzwegerich (außer Samen vom Breitwegerich – da dieser größere Fruchtstände hat)

 

 

 

Vorkommen: ursprünglich in Europa – hat sich aber weltweit verbreitet. Er kommt auf Wiesen und teilweise an Wegrändern vor (dort jedoch häufiger der Breitwegerich), da er verdichteten Boden bevorzugt "Tritt-mich-Pflanze". Der Spitzwegerich ist eine typische Nutzwiesenpflanze.

 

 

 

Inhaltsstoffe: Aucubin, Catalpol, Asperulosid, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure, Saponin hoher Zink- u. Kaliumanteil, viel Vitamin C und B.

 

 

 

Ernte: Die jungen Blätter den ganzen Sommer hindurch.

 

 

 

Verwendung:

 

 

 

Pflanzenheilkunde:

 

antibakteriell, erfrischend und reinigend,

 

Äußerlich: Bestes Mittel bei Insektenstichen und Schwellungen – Blätter zerkauen und auf die betroffene Stelle legen.  Bei Augenentzündung hilft der Extrakt aus Spitzwegerich, Entzündungen von Mund- und Rachen.

 

Innerlich: Durch Schleimgehalt, Kieselsäure und Bitterstoffe hilft er hervorragend gegen Husten. Er wirkt antibiotisch und man hat entdeckt, dass er so gut wie nie schimmelt. Der Saft aus frischen Blättern als Frühjahrskur. Magen-Darmentzündungen. Stärkt die Abwehrkräfte.

 

Futter: 

 

Kann in geringen Mengen zugefüttert werden (ganz junge Blätter und die Samen des Breitwegerich – diese wirken abführend [bei Verstopfung]; eher als Heilpflanze einzusetzen.

 

 

 

Spitzwegerich-Honig:

 

Die Blätter in kleine Stücke scheiden und ca. 1 cm hoch in ein Einmachglas pressen, mit 1 cm Honig oder Zucker bedecken und diesen Vorgang so lange wiederholen bis das Glas voll ist; gut verschließen und an einem warmen Ort (nicht in der Sonne) stehen lassen. Im Winter ab und zu ins Futter mischen, bei Erkältungen und Husten häufiger anwenden.

 

Achtung: Spitzwegerich kann Allergien auslösen.

 

 

 

 


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