Ein quirliges Ding.....



 

Das Wiesenlabkraut:

 

 

Jetzt ist Herbst – heute so richtig mit Dauerregen. Meine Ilo liegt nur auf ihrem Bettchen und schaut im Wintergarten ganz beleidigt nach draußen :-). Aber nach diesem Sommer dürfen wir ja wirklich nicht jammer. Gerade weil es dieses Jahr so heiß und trocken war, denkt man – nichts mehr los mit frischen Wildkräutern. Aber nein – auch jetzt gibt es noch Grünzeug, dass man gut ernten und frisch verwenden kann.

 

Eines davon ist das Wiesenlabkraut. Auf Wiesen wo gemäht wird, findet man es Frühling, Sommer und Herbst als frisches Grün.

 

Was kann es nun für den Hund? Es wirkt stark harntreibend und hilft somit beim Entgiften, Entschlackend und stärkt die Niere. Besonders wenn Hunde viel Trockenfutter bekommen, werden auf Dauer oft die Nieren angegriffen. Ab und zu ein paar Stängel vom Wiesenlabkraut zum Futter, hilft dabei die Nieren gesund zu halten. Labkraut regt auch sehr stark die Lyphtätigkeit. Was macht das Lymphsystem eigentlich? Das Lymphsystem ist neben dem Blutkreislauf das wichtigste Transportsystem des Körpers. Es transportiert hauptsächlich Nähr- und Abfallstoffe. So werden zum Beispiel Fremdkörper und Krankheitserreger zu den Lymphknoten transportiert und dort die Immunantwort eingeleitet, indem sich die für die betreffenden Fremdkörper spezifischen Lymphozyten vermehren. Diese werden aufgenommen und der Zirkulation zugeführt, sodass Fremdkörper überall im Körper bekämpft werden können. Das heißt – alles was das Lymphsystem stärkt, stärkt auch das Immunsystem. Daher hilft Labkraut – besonders jetzt im Herbst und nach so schnellen Temperaturumstellungen dabei, keine Erkältung oder keinen Schnupfen zu bekommen. Was ja auch bei unseren Hundlingern oft der Fall ist.

 

Äußerlich kann ein Labkraut-Auszug bei Sonnenbrand eingesetzt werden und wirkt stark wundheilend.

 

 

 

Steckbrief:

 

 

 

Galium/Labkräuter: Wiesenlabkraut, Klette-Labkraut, Waldmeister, echtes Labkraut

 

 

 

Botanik: Die Labkräuter bilden eine eigene Gattung und gehören zur Familie der Rötegewächse

 

Einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen. Unverkennbar an den quirlig angeordneten Laubblättern Die Blattränder sind glatt bis gezähnt, beim Kletten-Labkraut sind die Blätter mit haftenden Härchen behaart. Die Labkräuter blühen meist weiß in ganz kleinen, zarten Blüten. Nur das echte Labkraut blüht gelb.

 

 

 

Vorkommen: Auf der gesamten Nordhalbkugel in gemäßigten Klimazonen. Das Wiesenlabkraut ist eine typische Nutzwiesenpflanze, das Kletten-Labkraut findet man an Waldrändern und in krautigen Gesellschaften.

 

 

 

Inhaltsstoffe: ätherische Öle, geringe Mengen an Cumarin (außer Waldmeister), Kieselsäure, Gerbstoffe, organische Säuren und Flavonoide.

 

 

 

Ernte: Das Kraut den ganzen Sommer lang – auch inklusive der Blüten.

 

 

 

Futter:

 

Wiesenlabkraut wird (am Besten) vor der Blüte geerntet und klein geschnitten dem Futter beigegeben. Auch Presssaft kann verfüttert werden, wobei die Herstellung davon mühselig ist.

 

 

 

Erwähnenswert: Das Labkraut (echtes) hat seinen Namen daher, da es früher als Lab zur Käseherstellung verwendet wurde. Es wurde aus dem Kraut ein Geflecht gebunden, durch das die Milch gegossen wurde und anschließend daraus der Käse gewonnen. Teilweise wird diese Prozedur auf Almen noch durchgeführt.

 

 

 

Labkraut-Topfen für den Hund (aber auch für Herrli & Frauli – da soll man dann vielleicht noch Salz, Pfeffer, Muskatnuss und etwas Estragonsenf dazu geben ;-)

 

Ein halber Becher Magertopfen wird mit den fein geschnittenen frischen Labkrautgrün vermischt – darüber freut sich jeder. Ich verwende es z.B. als Kong-Füllung.

 



Kommentar schreiben

Kommentare: 0